Jahreshauptversammlung 2026
Enzelhausen. Auf ein arbeitsreiches und forderndes Jahr blickte die Freiwillige Feuerwehr Enzelhausen bei ihrer Jahreshauptversammlung zurück.
Kommandant Karl Strauß konnte neben zahlreichen aktiven und passiven Mitgliedern auch Bürgermeister Michael Krumbucher sowie KBR Manfred Danner, KBI Roman Bittrich und KBM Markus Forster als Vertreter der Kreisbrandinspektion begrüßen. Neben dem Rückblick auf Einsätze, Ausbildung und Vereinsleben stand vor allem ein Thema im Mittelpunkt: das nicht mehr zeitgemäße Feuerwehrhaus und der dringend notwendige Neubau.
Zum Jahresende 2025 zählte die Freiwillige Feuerwehr Enzelhausen 101 Mitglieder, davon 39 im aktiven Feuerwehrdienst. Besonders erfreulich sei die Übernahme mehrerer Jugendlicher in die aktive Wehr, „das resultiert aus unserer Jahrelangen guten Jugendarbeit“, so Strauß.
Insgesamt rückte die Feuerwehr im vergangenen Jahr zu 35 Einsätzen aus, darunter zahlreiche technische Hilfeleistungen, Brandeinsätze sowie Sicherheitswachen - dabei wurden dabei 430 Einsatzstunden geleistet. Rechnet man Übungen, Aus- und Fortbildungen, Jugendarbeit sowie Tätigkeiten rund um Gerätehaus und Ausrüstung hinzu, summiert sich die ehrenamtlich geleistete Zeit auf beachtliche 2.519 Stunden.
Neben den Einsätzen investierten die Feuerwehrdienstleistenden viel Zeit in ihre Ausbildung. Mehrere Lehrgänge konnten erfolgreich abgeschlossen werden, unter anderem im Bereich Absturzsicherung, Motorsägenführer und ein neuer Ausbilder in der Feuerwehr. „Eine gute Ausbildung ist die Grundlage für sicheres und effektives Arbeiten im Einsatz", betonte der Kommandant, „auch hier freut es uns, dass sich jedes Jahr Kameraden unserer Wehr weiterbilden und so unseren Einsatzwert steigern.“
Gerade bei Brandeinsätzen und technischen Hilfeleistungen habe sich gezeigt, wie wichtig eine gut geschulte und ausgebildete Mannschaft ist.
Breiten Raum nahm in der Versammlung erneut das Thema Feuerwehrhausneubau ein. Das bestehende Gebäude in Kirchdorf entspreche weder den heutigen Anforderungen an Arbeitssicherheit noch an den Gesundheitsschutz der Einsatzkräfte.
Enge Platzverhältnisse, fehlende Trennung von Schwarz- und Weißbereichen sowie veraltete Infrastruktur stellten zunehmend ein Sicherheitsrisiko dar. „Das aktuelle Feuerwehrhaus ist schlichtweg nicht mehr tragbar", so Strauß. Im vergangenen Jahr fanden daher mehrere Gespräche der Feuerwehr - und Vereinsführung mit der Gemeinde statt. Nach Prüfung verschiedener Standorte wurde schließlich ein Grundstück in der Nähe des Friedhofes erworben. Die notwendige Änderung des Flächennutzungsplans für ein „Sondergebiet Feuerwehr“ wurde bereits angestoßen. „Für uns ist es das hoffentlich freudige Ende einer langen Suche“, so der Kommandant.
Jugendwart Markus Rank berichtete von einer weiterhin engagierten Jugendarbeit.
Die Jugendfeuerwehr absolvierte 31 Aktivitäten mit insgesamt 1.120 Mannstunden. Neben feuerwehrtechnischen Ausbildungsinhalten standen auch gemeinsame Aktionen und Veranstaltungen auf dem Programm. Ein großes Problem für die mitgliederstarke Feuerwehrjungend stellen laut Rank allerdings die sehr beengten Platzverhältnisse dar, aufgrund dessen Jugendliche bereits in den Gang ausgelagert werden mussten.
Auch der Förderverein Feuerwehr e. V. blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück.
Vorstand Erwin Traublinger hob die Vielzahl an Veranstaltungen und Vereinsaktivitäten hervor. Insgesamt wurden im Förderverein 1.555 ehrenamtliche Stunden geleistet, wovon ein Großteil auf interne Veranstaltungen sowie Gründungsfeste von Vereinen und Feuerwehr entfiel. Neben der Unterstützung der aktiven Wehr und der Jugendfeuerwehr konnte unter anderem eine Spende in Höhe von 6.000 Euro an die Kinderonkologie des Universitätsklinikums Regensburg übergeben werden, an der sich der TSV Rudelzhausen, örtliche Betriebe sowie Privatpersonen beteiligt haben. „Uns freut es, hier auch über die Gemeindegrenzen hinaus helfen und einen Beitrag für die Gesellschaft leisten zu können“, so 2. Vorstand Jonathan Deiter.
Bürgermeister Michael Krumbucher dankte den Feuerwehrfrauen und -männern für ihren unermüdlichen Einsatz und ging auf den Sachstand des Neubaus ein.
Auch Kreisbrandrat Manfred Danner und Kreisbrandinspektor Roman Bittrich würdigten das große Engagement und die hohe Einsatzbereitschaft der Enzelhauser Wehr. Neben dem hohen Ausbildungsstand der Feuerwehr, lobte er vor allem die starke Jugendarbeit und gab einen Ausblick auf Termine im kommenden Jahr.
Zum Abschluss der Versammlung wurden noch langjährige Mitglieder geehrt. Martin Weiher erhielt eine Auszeichnung für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst, Tina Strauß wurde für zehn Jahre Mitgliedschaft geehrt und Jugendwart Markus Rank sprach man mit einem Present den Dank der Vorstandschaft aus. Mit Blick auf das kommende Jahr betonte Kommandant Strauß, dass neben Übungen und Einsätzen vor allem das Projekt Feuerwehrhaus weiter mit Nachdruck verfolgt werden müsse. „Ein Neubau ist dringend notwendig für die Sicherheit in der Gemeinde Rudelzhausen.“
Bericht: Brendel / Deiter